Der Höcherbergweg — drei Dörfer an einem Weg
Drei Dörfer, die im Alltag wenig miteinander zu tun haben, hängen an derselben Route — und jedes hat an dieser Strecke etwas Eigenes.
- Orte am Weg
- 3Nünschweiler, Petersberg, Höhfröschen
- Ältestes Bauwerk
- 1054Kirchturm Nünschweiler
- Ältester Grenzstein
- 1759Dreiherrenstein Petersberg
- Zweiter Weg
- Pirminiusradwegdurch Höhfröschen
Wer auf die Wanderkarte dieser Gegend schaut, sieht einen Weg, der drei Orte aufreiht, die verwaltungstechnisch zwar zur selben Verbandsgemeinde gehören, im Alltag aber in verschiedene Richtungen schauen: Nünschweiler, Petersberg und Höhfröschen. Der Höcherbergweg führt durch alle drei.
Nünschweiler: der Turm von 1054
Der Turm der katholischen Kirche stammt aus dem Jahr 1054 und ist in seiner ursprünglichen Form erhalten — das älteste Bauwerk der gesamten Verbandsgemeinde. Dazu die evangelische Kirche von 1906 bis 1908 nach Plänen von Karl Doflein und die Dorfkastanie, das einzige Naturdenkmal der Gemarkung.
Nünschweiler ist außerdem der am dünnsten besiedelte der drei Orte: knapp zehn Quadratkilometer für 760 Einwohner.
Petersberg: der Stein mit drei Wappen
Der Dreiherrenstein von 1759 trägt die Wappen von Baden, Hanau-Lichtenberg und Pfalz-Zweibrücken. An dieser Stelle stießen vor der Französischen Revolution drei Territorien aneinander. Wer die zerklüftete Geschichte dieser Landschaft an einem einzigen Objekt erklären will, braucht nur diesen Stein.
Hier endet auch das Hügelland und der Pfälzerwald beginnt. Seit 2016 steht auf der Gemarkung ein Windpark.
Höhfröschen: Frosch und Sparren
Das Wappen von 1971 zeigt einen grünen Frosch auf grünem Dreiberg, darüber drei rote Sparren aus dem Hanau-Lichtenberger Erbe. Der Ort entstand um 1685 als Ausbausiedlung, an der Stelle der untergegangenen fränkischen Siedlung Schonenbach; die ersten Siedler kamen aus der Schweiz.
Das Bürgerhaus war ursprünglich das Schulhaus von 1743 und später das Hirtenhaus. Durch Höhfröschen führt neben dem Höcherbergweg auch der Pirminiusradweg.
Drei Herrschaften auf zehn Kilometern
Nünschweiler gehörte zu Pfalz-Zweibrücken, Höhfröschen stand im Einflussbereich der Hanau-Lichtenberger, und in Petersberg markiert ein Stein die Grenze gleich dreier Territorien.
Der Weg führt damit nicht nur durch drei Dörfer, sondern durch die politische Kleinteiligkeit, die diese Gegend bis 1789 geprägt hat. Ab 1816 gehörte alles zu Bayern — aber die Wappen erinnern bis heute daran, wie es vorher war.
Praktisch
- Alle drei Orte haben eine Halle und damit einen Anlaufpunkt — in Petersberg die Dreiherrenstein-Halle, in Nünschweiler gleich zwei Säle.
- Die Strecke lässt sich gut in Abschnitte teilen; jeder Ort ist per Auto erreichbar.
- In Höhfröschen kreuzt der Pirminiusradweg — für die Kombination aus Rad und Wanderung.
- Feste Termine der Dorffeste fragen wir bei den Ortsgemeinden ab und tragen sie hier nach.
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Quellen und Stand. Fördersätze, Vergütungen und gesetzliche Regelungen ändern sich. Prüfen Sie die Werte vor einer Entscheidung nach.
- Angaben der Ortsgemeinden und der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben