Höheinöd
Der höchstgelegene Ort der Postleitzahl, mit eigener Grundschule, Sandsteinhäusern und den Mardellen am Seiters.
- Einwohner
- 1.152Stand 31.12.2025
- Fläche
- 10,88 km²
- Dichte
- 106je km²
- Höhe
- 400 müber NN
- Erste Erwähnung
- 1295
- Postleitzahl
- 66989
Wofür der Ort bekannt ist
Höheinöd liegt mit 400 Metern am höchsten von allen Orten der Postleitzahl 66989, oben auf der Sickinger Höhe. Im Süden begrenzt der Schwarzbach die Gemarkung, im Norden und Osten teilweise der Schauerbach. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1295.
Bekannt ist Höheinöd für zweierlei: die Sandsteinbauernhäuser im Ortskern und die Mardellen am Gewann Seiters. Mardellen sind flache, kreisrunde Senken im Gelände, deren Entstehung bis heute nicht abschließend geklärt ist — mal werden sie als natürliche Einsturztrichter gedeutet, mal als Spuren alter Nutzung. Sie ziehen regelmäßig Geologieinteressierte an.
Unter den Orten der Postleitzahl ist Höheinöd der einzige mit einer eigenen Grundschule: die Sickingerhöh-Grundschule mit Standort in der Ottmar-Mattil-Straße. Direkt daneben liegt die evangelische Kindertagesstätte Apfelbäumchen. Für Familien mit kleinen Kindern ist das der entscheidende Unterschied zu den Nachbardörfern.
Höheinöd gehört als einziger der fünf Orte mit dieser Postleitzahl nicht zur Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben, sondern zur Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben. Andere Verwaltung, andere Zuständigkeiten, andere Gebührensatzungen — wer hierher zieht, erfährt das sonst erst beim Ummelden.
Kerscheschnitzlerfest, drittes Juniwochenende
Das Dorffest heißt nach dem alten Necknamen der Höheinöder und findet jedes Jahr am dritten Wochenende im Juni statt. Es ist ausdrücklich als kinderfreundliches Fest angelegt, die Vereine bewirten an beiden Tagen.
Mittelpunkt des Ortslebens ist das Haus des Bürgers. Die Gemeinde führt das Motto „Höheinöd — Immer in Bewegung“.
Auf einen Blick
Oben auf der Höhe
400 Meter über dem Meer, mit Blick über die Hochfläche. Waldfischbach-Burgalben und Pirmasens sind die nächsten größeren Orte.
Die Höhenlage ist beim Heizwärmebedarf ein Nachteil und bei der Solarausbeute ein Vorteil. Beides gehört in jede Kaufentscheidung hier.
Viel Fläche je Kopf
Knapp elf Quadratkilometer Gemarkung bei 1.152 Einwohnern — rund 106 Menschen je Quadratkilometer. Das ist der großzügigste Zuschnitt unter den Nachbarorten.
Der Ortskern ist von Sandsteinbauernhäusern geprägt. Wer so ein Haus kauft, kauft Substanz und Sanierungsaufwand zugleich.
Grundschule und Kita im Ort
Sickingerhöh-Grundschule, Standort Höheinöd, Ottmar-Mattil-Straße 11a.
Evangelische Kindertagesstätte „Apfelbäumchen“, Ottmar-Mattil-Straße 13.
Weiterführend stehen die Schulen in Waldfischbach-Burgalben und Pirmasens sowie die Integrierte Gesamtschule in Thaleischweiler-Fröschen offen.
Eine Gemeinde, die verschwand
Von Anfang des 19. Jahrhunderts bis etwa 1930 bestand in Höheinöd eine jüdische Gemeinde mit Synagoge, Schule und rituellem Bad. Die acht verbliebenen Einwohner wurden im Oktober 1940 nach Gurs deportiert.
Das gehört zur Ortsgeschichte wie die Ersterwähnung von 1295 — und wird hier genannt, weil es sonst niemand nennt.
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Eigene Bilder aus Höheinöd, Grundstückspreise und die Termine der Feste tragen wir in den kommenden Wochen nach. Wir schreiben nichts, was wir nicht geprüft haben — deshalb steht hier lieber weniger als etwas Erfundenes.